Beschwerde
Fersensporn /- Schmerz

Ursachen und Symptome
Der untere sohlenseitige (plantare) Fersensporn entsteht an der Unterseite des Fersenknochens, wo er sich am Ansatz der Sehnenplatte der Fußsohle bildet. Der obere Fersensporn bildet sich an der Rückseite des Fersenknochens, wo die Achillessehne ansetzt.
Typisch sind stechende Schmerzen beim Auftreten, die sich anfühlen können, als würde man in einen Nagel treten. Besonders ausgeprägt sind die Beschwerden bei den ersten Schritten am Morgen oder nach längeren Ruhephasen, später auch bei längerem Gehen.
Unsere Diagnostik
Körperliche Untersuchung
Neben unseren strahlenfreien Verfahren wie der Magnetresonanztomographie (MRT) oder dem Ultraschall, bleibt die Röntgendiagnostik ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Bildgebung. Sie liefert schnell und zuverlässig wichtige Informationen über knöcherne Strukturen, z.B. bei Knochenbrüchen oder Wirbelsäulenverkrümmungen.
Auch im Vorfeld einer Operation geben Röntgenaufnahmen unseren Spezialisten entscheidende Detailinformationen für eine präzise Planung.
Vorteile des Digitalen Röntgens
Im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenverfahren ist die Strahlenbelastung beim digitalen Röntgen deutlich geringer. Gleichzeitig ist die Bildqualität höher, sodass Wiederholungsaufnahmen seltener notwendig sind.
Die Aufnahmen stehen unmittelbar digital zur Verfügung und können direkt am Computer bearbeitet oder mit früheren Bildern verglichen werden. Bei Bedarf erhalten Sie Ihre Bilder unkompliziert in digitaler Form.
Wichtige Hinweise
Die moderne digitale Technik hilft, die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich achten wir bei jeder Untersuchung konsequent auf einen umfassenden Strahlenschutz und schützen empfindliche Körperbereiche durch geeignete Maßnahmen.
Da selbst geringe Strahlendosen für ein ungeborenes Kind ein Risiko darstellen können, verzichten wir bei Schwangeren auf Röntgenuntersuchungen und nutzen bevorzugt strahlenfreie Verfahren wie den Ultraschall.
Bei der Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) werden hochfrequente Schallwellen eingesetzt, die je nach Gewebe unterschiedlich reflektiert werden. Aus diesen Reflexionen entstehen Schnittbilder, die Strukturen wie Sehnen, Muskeln, Gelenke und Weichteile sichtbar machen.
Die Sonographie wird sowohl zur Diagnosestellung als auch zur Verlaufskontrolle eingesetzt. Sie eignet sich unter anderem bei Schultererkrankungen wie einer Kalkschulter oder einem Riss der Rotatorenmanschette, bei Verdacht auf Knorpel- oder Meniskusschäden, beim Karpaltunnelsyndrom sowie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Vorteile der Ultraschall-Untersuchung
Die Ultraschall-Untersuchung ist schmerzfrei und risikoarm. Sie kommt ohne Strahlenbelastung aus und kann bei Bedarf beliebig oft wiederholt werden.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein Verfahren bei dem unter Einsatz eines Magnetfeldes und von Radiowellen in kurzer Zeit detailreiche Schichtaufnahmen von bestimmten Körperregionen angefertigt werden. Sie arbeitet ohne belastende Strahlung und liefert hochauflösende Bilder von Gelenken, Sehnen, Bändern und Weichteilen (Bandscheiben, Muskeln, Sehnen). Eine MRT ist unter anderem sinnvoll bei Verdacht auf Knorpel- oder Meniskusschäden, Bandscheibenvorfälle, Risse der Rotatorenmanschette sowie weitere Band- und Sehnenverletzungen.
Die gewonnenen Bilddaten liefern wichtige Informationen für die Diagnosestellung und sind insbesondere im Fall einer geplanten Operation von großer Bedeutung
Vorteile der MRT-Untersuchung
Im Gegensatz zur Computertomographie (CT) wird der Patient bei der MRT keiner belastenden Strahlung ausgesetzt.
Unser offenes MRT-System ist zudem deutlich leiser und angenehmer als geschlossene Geräte – ein Vorteil insbesondere für Menschen mit Klaustrophobie sowie für Kinder. Darüber hinaus ermöglichen wir bei Bedarf gezielte, punktgenaue Injektionen direkt am Gerät.
Wichtige Hinweise
Bei Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmachern, Cochlea-Implantaten oder bestimmten anderen implantierten Geräten ist eine MRT-Untersuchung in der Regel nicht möglich.
Während der Schwangerschaft erfolgt eine MRT-Untersuchung nur eingeschränkt und nach sorgfältiger individueller Abwägung – vor allem im ersten Drittel einer Schwangerschaft.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Magnetresonanztomografie im orthopaedicum trier um eine Privat- bzw. Selbstzahler-Leistung handelt. Das gilt für Patienten aus Deutschland wie aus Luxemburg.
Unsere Behandlungsmöglichkeiten
Operation
Injektionen sind eine bewährte und häufig sehr wirkungsvolle Methode in der orthopädischen Schmerz- und Arthrosetherapie. Sie ermöglichen es, Wirkstoffe gezielt dort einzusetzen, wo Beschwerden entstehen.
Je nach Befund und individueller Situation kommen bei uns unterschiedliche Präparate zum Einsatz – unter anderem ACP (Autologes Conditioniertes Plasma), Hyaluronsäure, Kortison sowie Zeel oder Traumeel. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren und Entzündungsprozesse zu regulieren.
Kortison ist ein körpereigenes Hormon, das in der Medizin gezielt zur Entzündungshemmung und Schmerzlinderung eingesetzt wird. In der Orthopädie verwenden wir Kortison-Injektionen unter anderem bei Beschwerden im Hand-, Schulter-, Ellbogen-, Hüft-, Knie- oder Sprunggelenk. Auch bei entzündeten Schleimbeuteln oder Sehnenscheiden kann die Behandlung sinnvoll sein.
Ziel der Injektion ist es, akute Entzündungsprozesse zu reduzieren und Schmerzen rasch zu lindern.
Bei verantwortungsvollem und maßvollem Einsatz überwiegt der therapeutische Nutzen mögliche Nebenwirkungen. Die Indikation stellen wir daher stets sorgfältig und individuell.
Die Stoßwellentherapie setzen wir in der Orthopädie bei hartnäckigen und schmerzhaften Sehnenansatzerkrankungen ein, beispielsweise beim Tennisellenbogen, beim Fersensporn oder beim Impingement-Syndrom der Schulter. Auch bei einer Kalkschulter kann die Behandlung sinnvoll sein.
Gezielte Stoßwellenimpulse regen das erkrankte Gewebe an, indem sie die Durchblutung und den Zellstoffwechsel fördern. Dadurch werden körpereigene Heilungsprozesse aktiviert. Viele Patientinnen und Patienten berichten nach der Behandlung über eine spürbare Schmerzlinderung.
Die Lasertherapie ist ein schonendes Behandlungsverfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung der Geweberegeneration. Durch gezielte Lichtimpulse werden Stoffwechselprozesse im Gewebe angeregt und die körpereigenen Heilungsmechanismen aktiviert.
Ein Vorteil der Methode liegt in der lokalen, präzisen Anwendung, in der Regel ohne medikamentöse Belastung.
Die Lasertherapie kann bei verschiedenen orthopädischen Erkrankungen eingesetzt werden, unter anderem bei Verstauchungen, Zerrungen, Muskelfaserrissen, Schleimbeutel- oder Sehnenscheidenentzündungen sowie bei Arthrose und rheumatischen Beschwerden.
Die Akupunktur ist ein bewährtes Verfahren aus der traditionellen chinesischen Medizin, das bei vielen Patientinnen und Patienten eine spürbare Wirkung zeigt, auch wenn die genauen Wirkmechanismen wissenschaftlich nicht bis in alle Details geklärt sind.
In der Orthopädie nutzen wir Akupunktur insbesondere bei Tennisellenbogen, Beschwerden der Wirbelsäule, Schulter- oder Achillessehnenschmerzen. Auch Nacken- und Kopfschmerzen können damit nachhaltig behandelt werden.
Der Einstich der feinen Nadeln ist in der Regel fast schmerzlos. Manche Patientinnen und Patienten berichten unmittelbar nach der Behandlung über eine Linderung der Beschwerden, bei anderen entwickelt sich die Wirkung innerhalb weniger Tage.