Beschwerde
Baker-Zyste

Ursachen und Symptome
Erkrankungen des Kniegelenks gelten als häufige Auslöser einer Baker-Zyste. In vielen Fällen liegen degenerative Veränderungen zugrunde, etwa eine Knorpelschädigung, ein Meniskusriss oder eine chronische entzündliche-rheumatische Erkrankung bei der mehrere Gelenke gleichzeitig und dauerhaft entzündet sind (Chronische Polyarthritis).
Typischerweise zeigt sich eine meist schmerzlose, walnuss- bis orangengroße Schwellung an der Rückseite des Knies. Bei größeren Zysten können zusätzlich ein Druckgefühl sowie Bewegungseinschränkungen auftreten.
Unsere Diagnostik
Körperliche Untersuchung
Neben unseren strahlenfreien Verfahren wie der Magnetresonanztomographie (MRT) oder dem Ultraschall, bleibt die Röntgendiagnostik ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Bildgebung. Sie liefert schnell und zuverlässig wichtige Informationen über knöcherne Strukturen, z.B. bei Knochenbrüchen oder Wirbelsäulenverkrümmungen.
Auch im Vorfeld einer Operation geben Röntgenaufnahmen unseren Spezialisten entscheidende Detailinformationen für eine präzise Planung.
Vorteile des Digitalen Röntgens
Im Vergleich zu herkömmlichen Röntgenverfahren ist die Strahlenbelastung beim digitalen Röntgen deutlich geringer. Gleichzeitig ist die Bildqualität höher, sodass Wiederholungsaufnahmen seltener notwendig sind.
Die Aufnahmen stehen unmittelbar digital zur Verfügung und können direkt am Computer bearbeitet oder mit früheren Bildern verglichen werden. Bei Bedarf erhalten Sie Ihre Bilder unkompliziert in digitaler Form.
Wichtige Hinweise
Die moderne digitale Technik hilft, die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich achten wir bei jeder Untersuchung konsequent auf einen umfassenden Strahlenschutz und schützen empfindliche Körperbereiche durch geeignete Maßnahmen.
Da selbst geringe Strahlendosen für ein ungeborenes Kind ein Risiko darstellen können, verzichten wir bei Schwangeren auf Röntgenuntersuchungen und nutzen bevorzugt strahlenfreie Verfahren wie den Ultraschall.
Bei der Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) werden hochfrequente Schallwellen eingesetzt, die je nach Gewebe unterschiedlich reflektiert werden. Aus diesen Reflexionen entstehen Schnittbilder, die Strukturen wie Sehnen, Muskeln, Gelenke und Weichteile sichtbar machen.
Die Sonographie wird sowohl zur Diagnosestellung als auch zur Verlaufskontrolle eingesetzt. Sie eignet sich unter anderem bei Schultererkrankungen wie einer Kalkschulter oder einem Riss der Rotatorenmanschette, bei Verdacht auf Knorpel- oder Meniskusschäden, beim Karpaltunnelsyndrom sowie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
Vorteile der Ultraschall-Untersuchung
Die Ultraschall-Untersuchung ist schmerzfrei und risikoarm. Sie kommt ohne Strahlenbelastung aus und kann bei Bedarf beliebig oft wiederholt werden.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein Verfahren bei dem unter Einsatz eines Magnetfeldes und von Radiowellen in kurzer Zeit detailreiche Schichtaufnahmen von bestimmten Körperregionen angefertigt werden. Sie arbeitet ohne belastende Strahlung und liefert hochauflösende Bilder von Gelenken, Sehnen, Bändern und Weichteilen (Bandscheiben, Muskeln, Sehnen). Eine MRT ist unter anderem sinnvoll bei Verdacht auf Knorpel- oder Meniskusschäden, Bandscheibenvorfälle, Risse der Rotatorenmanschette sowie weitere Band- und Sehnenverletzungen.
Die gewonnenen Bilddaten liefern wichtige Informationen für die Diagnosestellung und sind insbesondere im Fall einer geplanten Operation von großer Bedeutung
Vorteile der MRT-Untersuchung
Im Gegensatz zur Computertomographie (CT) wird der Patient bei der MRT keiner belastenden Strahlung ausgesetzt.
Unser offenes MRT-System ist zudem deutlich leiser und angenehmer als geschlossene Geräte – ein Vorteil insbesondere für Menschen mit Klaustrophobie sowie für Kinder. Darüber hinaus ermöglichen wir bei Bedarf gezielte, punktgenaue Injektionen direkt am Gerät.
Wichtige Hinweise
Bei Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmachern, Cochlea-Implantaten oder bestimmten anderen implantierten Geräten ist eine MRT-Untersuchung in der Regel nicht möglich.
Während der Schwangerschaft erfolgt eine MRT-Untersuchung nur eingeschränkt und nach sorgfältiger individueller Abwägung – vor allem im ersten Drittel einer Schwangerschaft.
Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Magnetresonanztomografie im orthopaedicum trier um eine Privat- bzw. Selbstzahler-Leistung handelt. Das gilt für Patienten aus Deutschland wie aus Luxemburg.
Unsere Behandlungsmöglichkeiten
Operation
Injektionen sind eine bewährte und häufig sehr wirkungsvolle Methode in der orthopädischen Schmerz- und Arthrosetherapie. Sie ermöglichen es, Wirkstoffe gezielt dort einzusetzen, wo Beschwerden entstehen.
Je nach Befund und individueller Situation kommen bei uns unterschiedliche Präparate zum Einsatz – unter anderem ACP (Autologes Conditioniertes Plasma), Hyaluronsäure, Kortison sowie Zeel oder Traumeel. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren und Entzündungsprozesse zu regulieren.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Gelenkflüssigkeit und trägt wesentlich zur Gleitfähigkeit und Stoßdämpfung im Gelenk bei. Mit der gezielten Injektion von synthetisch hergestellter Hyaluronsäure können wir die Beweglichkeit verbessern und Schmerzen reduzieren. Die Therapie zählt zu den bewährten Verfahren in der orthopädischen Behandlung von Arthrose.
Eingesetzt wird Hyaluronsäure unter anderem bei Arthrose des Schultergelenks (Omarthrose), des Hüftgelenks (Coxarthrose), des Kniegelenks (Gonarthrose) und des Sprunggelenks. Auch bei Arthrosen des Großzehengrundgelenks oder des Daumensattelgelenks kann die Behandlung sinnvoll sein.
Die Wirkung setzt häufig nach zwei bis drei Wochen ein und kann über mehrere Monate, teilweise bis zu einem Jahr oder länger, anhalten.