Operation
Stabilisierung der Kniescheibe
Kommt es infolge einer Verrenkung der Kniescheibe (Patella-Luxation) zu ausgeprägten Verletzungen der stabilisierenden Bandstrukturen, ist eine operative Stabilisierung sinnvoll. Im Rahmen eines arthroskopischen Eingriffs versorgen wir dabei verletzte Knorpel- oder Knochenanteile und rekonstruieren das geschädigte Halteband der Kniescheibe mit körpereigenem Sehnenmaterial. Ziel ist es, die natürliche Führung der Kniescheibe wiederherzustellen und erneuten Verrenkungen vorzubeugen.
Bei anlagebedingten Fehlstellungen richtet sich das operative Vorgehen nach Ursache und Ausmaß der Instabilität. Je nach Befund können wir Weichteilstrukturen gezielt ausgleichen oder – bei deutlicher Fehlführung – die knöcherne Führung der Kniescheibe korrigieren. So verbessern wir die Stabilität des Gelenks und schützen den Knorpel langfristig.
Unmittelbar nach dem Eingriff stabilisiert eine spezielle Knieorthese das Gelenk zunächst in leichter Beugung (20°) für eine Woche. Die Belastung und Beweglichkeit steigern wir schrittweise. Abhängig vom individuellen Heilungsverlauf sind in der Regel nach etwa sechs Monaten sportliche Aktivitäten und körperlich anspruchsvollere Tätigkeiten wieder möglich.