Operation
Rotatoren-Manschetten-Naht
Bei einem Teilriss der Rotatorenmanschette kann zunächst eine konservative Behandlung, zum Beispiel eine Eigenbluttherapie (ACP-Therapie), sinnvoll sein. Liegt ein vollständiger Sehnenriss vor oder bessern sich die Beschwerden trotz Therapie nicht, wird in der Regel eine Operation empfohlen. Grundsätzlich gilt: Je jünger die betroffene Person, desto eher sollte operiert werden, um die Sehne bestmöglich erhalten zu können.
Während des Eingriffs werden die zurückgezogenen Sehnenenden an ihre ursprüngliche Position zurückgeführt und dort mit kleinen Schrauben und stabilen Fäden sicher verankert. So kann die Sehne wieder anwachsen und ihre Funktion zurückerlangen.
Der Eingriff kann arthroskopisch (über sehr kleine Zugänge) oder als schonendes Mini-Open-Repair-Verfahren durchgeführt werden. Welche Methode gewählt wird, hängt unter anderem von der Größe des Risses, der Sehnenqualität, dem Verkürzungsgrad und dem Alter des Patienten ab.
Ein Sehnenriss an der Schulter sollte möglichst zeitnah operiert werden, da kleinere Risse bessere Heilungschancen haben. Die anschließende Rehabilitation ist wichtig für ein stabiles Ergebnis. Bei körperlich anspruchsvollen Berufen dauert die Rückkehr in den Arbeitsalltag in der Regel 10–12 Wochen.